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HV Ruhland/Schwarzheide vs. TSG III   22:32 (10:16)
 
 
Relativ kühl war es als die kleine sympathische TSG Abordnung am letzten Samstag an der Halle am Seecampus vorfuhr und ihre Kleinwagen auf einen der unzähligen Stellflächen in die endgültige Parkposition brachten. Die für uns relativ späte Anwurfzeit ist wahrscheinlich das Los wenn Du als Hauptact gebucht bist, ermöglichte es aber mal den Sonnenuntergang in Ruhland zu betrachten. Ich persönlich konnte dabei keinen nennenswerten Unterschied zum heimischen Szenario feststellen. Das minimalistisch wirkende Umkleideräumchen im inneren der Ruhländer Heimspielstätte war für das Lübbenauer Rumpfteam, zumindest an diesem Tage, vollkommen ausreichend. Hätte der stark bemannte Gastgeber uns gefragt ob wir ihm zum anschwitzen etwas Nutzfläche abgeben könnten , hätten wir durchaus zugestimmt. So erwärmten sich beide Kreisligisten, untermalt von aktueller Chartmusik, auf mehr oder weniger handballtypischem Entfaltungsgebiet. Zwecks der möglichen Aufstellungsvarianten brauchte sich der Trainingsstab der "Dritten" auch nicht unnötig den Kopf zu zerbrechen, es gab sie schlichtweg nicht. Vielmehr versuchten die Spreewaldoffiziellen zur Zeitüberbrückung die bunte Linienvielfalt auf der Spielfläche den einzelnen Hallensportarten zuzuordnen. Ich hätte bis zum Schluß behauptet das es sich dabei um ein altes Frösi-Schnittmuster für Origami Bastelfreaks handelt. Dank Robin gab es kurz vor dem Anpfiff für jeden Akteur noch die Möglichkeit sich von innen zu befeuern. Der kredenzte Chillysaft ließ bereits beim Genuß von Kleinstmengen in Sachen "Branding" keine Wünsche offen. Als dann noch 1 Minute vor Spielbeginn die Kabinentür aufflog und Sewe und Steven mit gepacktem Turnbeutel hereinstürzten zog auch etwas Sonnenschein in die Miene des bis dato angespannt wirkenden MV Pitti.
Vom Start weg aggierten die Player des Spitzenreiters aus der Spreewaldmetropole hoch konzentriert. Wobei die starke Deckungsarbeit hervorzuheben ist. Vorne im Angriff gab es die hier alljährliche und ortsübliche Problemstellung mit dem absolut haftmittelbefreiten Spielgerät. Leider hatten wir nach wenigen Minuten den ersten Totalausfall zu vermelden. Borchi und sein Knie hatten nach einem erfolgreichen Torabschluß eine vollkommen unterschiedliche Meinung was die anschließende Laufrichtung betrifft. Vorab erst mal gute Besserung. So konnte bereits Sewe nach wenigen erwärmenden Liegestützen sein erlerntes Können unter Wettkampfbedingungen präsentieren. Smile, der nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder zur Mannschaft gestoßen ist, legte gleich mal ein paar seiner berüchtigten Konterläufe hin und ließ in Sachen Torabschluß genauso wenig anbrennen wie der BM als sein Positionspartner. Beide netzten ihre Chancen gekonnt und sicher im Gastgebergehäuse ein. Gleiches gilt für den wieselflinken und extrem gut gelaunten Schorsch auf der anderen Flügelposition. Chris übernahm den Job als Kreisspieler und hatte sichtlich Spaß beim körperbetonten Sperre stellen für seine Rückraumshooter. Seine momentane Gesichtsbehaarung gepaart mit grimmigen Blick erinnert mich irgendwie an den bösen Sven aus den Wiki Filmen. Sportlich gesehen lief es nun rund für den Serienmeister. Beim Halbzeitpfiff der beiden erfahrenen Schiedsrichter konnte die "Dritte" auf einen verdienten 6 Tore Vorsprung verweisen.
 
Auch im Umkleidebereich entspannte sich die feurige Getränkesituation und die mobile Saftbar bot nun neben dem Chilimost auch eine moderate Kirschsaftalternative an. Frisch gestärkt und in großer Erwartung wann und wie der Gastgeber seine Offensive startet ging es in den 2. Durchgang. Nach ca. 10 min. des höflichen Abwartens und der anschließenden Feststellung das da heute wohl vom Gastgeber nichts mehr kommt, übernahm die Büttner Sieben wieder den Kommandostand auf der Platte. Schließlich waren ja viele Zuschauer mit einer gewissen Erwartungshaltung gekommen und die wollten wir als netter Spitzenreiter keineswegs entäuschen. Nun war es eher unsere Aufbaureihe um Berni, Gelee und Axtmann Steven die mit knallharten Rückraumwürfen ins Kreuzeck aufzeigten, das sie bei der Vergabe von Handballtalent reichlich beschenkt wurden. Auch unser junger Chiliimporteur Robin, der nun die Torraumüberwachung übernommen hatte, konnte sich einige male auszeichnen. Auch die sinnbefreiten Verbalatacken einiger Tribünengäste mit Inselbegabung konnten ihn nicht aus dem Konzept bringen. Kann natürlich auch daran liegen das er den hier, auf Grund der Grenznähe zum Freistaat Sachsen schon gesprochenen Dialekt, nicht vollumfänglich decodieren konnte. Kurz vor Spielende durfte die einheimische Geheimwaffe, welche beim Vorspiel den exzellenten Hallenimbiss betreute, auch mal im Angriff aktiv am Spielbetrieb teilnehmen.
Etwas übermotiviert und im Stile eines Freistilringers (also mit Beintechnik) wollte er nochmals neue Impulse setzen. Und das Dummerweise genau im Deckungsbereich unseres Axtinhabers. Die beiden umsichtigen Spielleiter sowie der Heimtrainer lösten die Problemstellung äußerst souverän. Steven nahm wie gewohnt für 2 min. auf der Bank platz, der einheimische Raufbold wurde von seinem Chef sicherheitshalber wieder auf Bank platziert. Unabhängig davon erzielte Gelee zur Freude aller Lübbenauer das so wichtige 30.Tor und ließ damit den Vorsprung auf 10 Treffer ansteigen. Dieser Vorsprung wurde auch bis zum Abpfiff der Partie sicher verwaltet und war ein angemessener Fakt wer hier die spielbestimmende Mannschaft war.
 
In 2 Wochen empfängt die "Dritte" dann die Sportfreunde aus Lübben von der IV. Vertretung des HC Spreewald. Dort wollen die Büttner-Schützlinge vor heimischer Kulisse den nächsten Grundstein für einen erneuten Meistertitel legen.Wir würden uns freuen wenn sie ihm Rahmen eines sonntäglichen Frühschoppen Zeuge dieses Unterfangens wären.
 
Fazit
1. Willi Du alter Lachsnacken, was erzählst Du von mind. 1 Std. Fahrzeit zwischen Cottbus und Ruhland? Sewe hat es locker unter 45 min. geschafft und dabei fast alle Vorschriften der Stvo eingehalten. Du mußt dringend an Deiner fahrerrischen Performance feilen.
2. MV Pitti jetzt weißt Du warum man das Spielprotokoll erst in aller letzter Sekunde schreiben sollte. Gelernte Mannschaftssportler entscheiden manchmal sehr kurzfristig zu gunsten des Teamwohls. Das zeichnet sie aus und macht den Unterschied zu den ausschließlichen Heimspielteilnehmern.
3. Unsere Verletztenliste läßt manchmal den Schluß zu das wir das Team vom Gnadenhof "Gut Aiderbichl" sind. Wenig bis keine Trainingsteilnahme könnte evtl. auch ein Grund für die vielen Wehwechen sein. Es ist halt sportmedizinisch erwissen das keiner ewig vom Saft zehren kann in dem er mal stand. Da hilft am Ende nur die Teilnahme an geführten Übungseinheiten.
4. Ich bin ja gespannt wie der Verband die bald wieder anstehenden Aufstigsmodalitäten meistert. Da lehnen wir uns mal entspannt zurück und beobachten wer denn diesmal den schwarzen Peter zieht.
 
Tor: Schufte, Robin
Feld: Chris 1, Steven 8, Sewe 1, Gelee 8, Berni 3, BM 2, Smile 3, Schorsch 6, Borchi 1
MV: Pitti
 
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