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TSG III : Chemie Guben II | 28:17 (HZ 18:10)
 
JA sie haben es wieder getan und JA auch diesmal wieder in beeindruckender Art und Weise. Zum 4. Mal in Folge gewinnt die ruhmreiche "Dritte" die Meisterschaft. Der FCB der Kreisliga E zeigte auch im letzten Heimspiel der Saison die komplette Bandbreite attraktiven Handballsports und fertigte die Sportfreunde aus Guben, in guter alter Schaffnermanier, kompetent und zügig ab. Bereits die betont aktive Erwärmungszeremonie des Serienmeisters lies nur gutes erahnen. Das mit 14 Spreewälder Ballathleten restlos ausverkaufte Spielprotokoll wäre auch anstandslos als Anmeldeliste für ein Eisbeinessen durchgegangen. Somit hatte MV Pitti schon mal vorab in der üppig gefüllten Kabine die Qual der Wahl welche Protagonisten er anfänglich das Vertrauen schenkt. Die selbe Frage hätte man sich hier auch schon bei der Wahl des Stimmungsaufhellers stellen können. Geschmacklich extrem variabel aufgestellt und in der Menge durchaus mit jedem Späti im Prenzlauer Berg konkurenzfähig waren die Weichen bereits deutlich sichtbar auf Erfolg gestellt. Allerdings vermittelten unsere Gäste aus der ehemaligen Wilhelm Pieck Stadt Guben nicht wirklich das Gefühl hier kampflos die Punkte abzugeben. Und so entwickelte sich in den ersten 15 Minuten ein rassiges Handballspiel auf Augenhöhe. Den Chemikern vom Neißeufer darf man zumindest für diesen benannten Zeitraum einen zielstrebig und ordentlichen Stil attestieren. Doch irgendwann konnten sie dem Dauerdruck der Hausherren nicht mehr standhalten und die Partie verlagerte sich klar zu Gunsten der goldenen TSG Generation. Sehenswerte Aktionen über den Kreis , sowie excellent vorgetragene Konter brachten die Büttner-Schützlinge bereits frühzeitig auf die Siegerstraße. Hätte da der Gästekeeper nicht so einen Sahnetag erwischt wären zur Halbzeit mit Sicherheit noch mehr wie ein 8 Tore Vorsprung möglich gewesen. Und hätte irgend jemand beim verlassen der Umkleide mal die Fenster angekippt dann wäre uns auch die nasale Geruchsexplosion, die stark an den herben Manegenduft des DDR Staatszirkus Berolina erinnerte, erspart geblieben. Das war schon ganz dicht dran am Herren WC des Hauptbahnhof`s in Calcutta. Glücklicherweise funktionierte der natürliche Fluchtinstinkt hervorragend und die restliche Pausenzeit konnte dazu genutzt werden die leider wenigen Gäste des letzten Heimspiels in dieser Saison persönlich zu begrüßen.
Als das hervorragend leitende Schiedsrichtergespann den 2. Spielabschnitt eröffnete stand eine völlig andere TSG-Formation auf dem Parkett der Blau-Gelb Arena. MV Pitti hatte auf allen Positionen kräftig durchroutiert und gab somit allen Mitarbeitern der "Dritten" die Möglichkeit sich am Sonntag Vormittag sportlich zu betätigen. Das taten sie dann auch umgehend, beschränkten sich aber im  Hauptbetätigungsfeld ausschließlich auf die Laufarbeit. Handballerisch gab es da nicht mehr allzuviel zu bestaunen, es sei denn man mag Fehlpässe und Fangfehler. Augenscheinlich wechselte die "Dritte" aus der Energieeffizienzklasse A+++ einer luxuriösen Kühl/Gefrierkombination in die energetisch unbeliebte C-Klasse eines älteren Wäschetrockners. Man beherschte zwar den Gegner von der Oder/Neiße Friedensgrenze weiterhin nach belieben, doch der brachiale Druck aus dem ersten Durchgang war irgendwie abhanden gekommen. Das hatte was von Gelsenkirchener Barrocksport mit Hang zum Verwaltungsmodus. Eventuell war jetzt auch, im Wissen zum wiederholten Male die netten Luckauer Berstebuben zum Vize degradiert zu haben, die saisonale Luft raus. Und so trudelte das Match qualitativ mäßig in Richtung Ziellinie. Nachdem wir unsere Gubener Kollegen ordentlich verabschiedet hatten ging es umgehend an das leckere Buffet. Gelee hatte sich wieder mal hinreißen lassen ein Bouletten/Bratwurst Ensemble auf all you can eat Basis zu präsentieren. Diese bodenständige Regionalkost, abgerundet mit diversen Sättigungsbeilagen, ist und bleibt die kulinarische Atombombe des kleinen Mannes. Gern hätten wir auch unsere Fans und Fred G. dazu eingeladen, doch leider gab es an diesem Tage von beiden nur sehr wenig.
 
Fazit
1. Das letzte Mal als Schufte so wie bei der Erwärmung geschwitzt hat irrte er nachts im Wald rum und hat das Schwarzwild gesucht auf das er mehrmals geballert hatte.
2. Willi Du sportlicher Grenzgänger, ich hoffe Du hast gesehen das es auf der Torwartposition sehr eng für Dich werden könnte. Da wäre mal Deinerseits wieder etwas Trainingsfleiß von nöten. Denn nur unter enorm großem Druck entstehen aus Kohle Diamanten.
3. Etwas mehr freudig emotionale Betroffenheit für die erneute Meisterschaft hätte ich mir bei der 3. Halbzeit schon gewünscht. Die Stimmung war ja teilweise dort wo ich Sommer meine Ski aufbeware. Nämlich im Keller. Woran das wohl lag?
4. Am 7. April geht es dann zum letzten Saisonspiel nach Peitz. Hoffentlich ist auch jemand von den Luftkoteletts anwesend. Nicht das wieder die gesamte einheimische Fischfangflotte an der alten Seefahrerkrankheit Skorbut leidet und uns unverrichteter Dinge nach Hause schickt. Wäre schließlich nicht das erste mal.
 
Tor: Schufte, Raik, Robin
Feld: Chris 2, Steven Celentano 6, Sewe 1, Gelee 3, Rissi 2, Berni, BM, Smile, Schorsch8, Noldchen 2, Gino 4
MV: Pitti
 
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