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Es ist vollbracht! Die Berichterstattung aus den Tiefen der Blau-Gelb Arena ist zurück. Nachdem der Chronist seinen verschollenen Stift (mutmaßlich unter einem Haufen alter Harzpötte) wiedergefunden hat, gibt es nun das volle Update zur Rückrunde der TSG Lübbenau III in der Landesliga Südost. Schnallt euch an, es war eine Achterbahnfahrt zwischen „Klingelmännchen“ und Ekstase.

Der Kater nach der Hinserie: Wenn der Letzte den Primus ärgert

Eigentlich lief alles nach Plan. Die Hinrunde wurde ungeschlagen beendet, die Brust war breit wie der Spreewald. Doch dann kam dieser eine Sonntagvormittag gegen die SG Schöneiche. Während die Lübbenauer wohl noch im Sonntagsmodus verweilten, packte der Tabellenletzte einen gefährlichen Angriffsstil aus und fügte dem Spitzenreiter mit 31:33 die erste Saisonniederlage zu. In der eigenen Halle! Ein Weckruf?

Zwar konnte man gegen den Ludwigsfelder HC III mit einem standesgemäßen 42:27 postwendend antworten, doch die dunklen Wolken am personellen Horizont waren nicht mehr zu ignorieren.

Die Rückrunde entwickelte sich zum personellen Puzzle. Verletzungspech traf auf private Verpflichtungen, und seien wir ehrlich: Viele der Herren sind beruflich so eingespannt, dass das Training eher als „optionale Abendgestaltung“ wahrgenommen wird. Die Quittung folgte beim HSV Wildau II, wo man mit einem stark dezimierten Kader eine 27:30-Niederlage einsteckte.

Zwei Niederlagen zu Beginn der Rückrunde? Das kannten die Mannen der Dritten so gar nicht. Doch in der Not zeigt sich der Charakter. Gegen den SC Trebbin bewies die Truppe echte „Crunch-Time-Qualitäten“. In den letzten zehn Minuten wurde das Spiel durch eine taktische Meisterleistung in der Abwehr und blitzschnelle Tempogegenstöße gedreht. Endstand: 38:35. Die Moral war zurück.

Nach der Osterpause kam es zum ultimativen Showdown! Der Tabellenführer TSG Lübbenau III beim Verfolger SSV Rot-Weiß Friedland.

Da die Torhüterposition aufgrund der erwähnten Sorgen verwaist war, wurde das Telefonbuch gewälzt. Man blieb bei einem Namen hängen, der Handball-Geschichte atmet: Tony Mudrick. Der Mann, der einst einen Siebenmeter vom Welthandballer Iker Romero entschärfte, reaktivierte seine Reflexe. Es fühlte sich an wie ein Klassentreffen alter Haudegen aus Ostsee-Spree-Liga-Zeiten.

Während die Profis auf Glas-LED Böden spielen, bot Friedland einen Belag, der einer Eisfläche glich. Dazu ein Ball, der Grip nur aus Erzählungen kannte – natürlich absolutes Klebeverbot. Trotz der rutschigen Umstände erspielte sich die TSG zügig einen 5-Tore-Vorsprung. Der Fokus lag extrem auf der linken Angriffsseite. Sehr zum Leidwesen von Finchi, da die rechte Seite eher stiefmütterlich behandelt wurde. Aber sein Erfolgserlebnis kam nach dem Spiel, er konnte seinen mitgebrachten „Elektrolytsaft“ endlich vollends leeren. Besonders treffsicher zeigte sich Weppi, der sich mit satten neun Treffern in das Spielprotokoll eintrug. Aber auch aus dem Rückraum kam ordentlich Druck. Markus und Sepp glänzten mit jeweils fünf Buden. Ein großes Dankeschön geht an das Nachwuchstalent Franz, der den Weg zu den „alten Herren“ fand und sich sowohl in der Kabine als auch auf dem Spielfeld fantastisch einfügte. Ein emotionaler Höhepunkt war zudem die Rückkehr von Finger Robert. Nach einer gefühlten Ewigkeit, geprägt von langwierigen Verletzungen und immer wiederkehrenden Rückschlägen im zähen Rehabilitationsprozess, konnte er sich kurz vor Saisonende endlich wieder das Trikot überstreifen und auf dem Spielfeld Präsenz zeigen. Auch wenn ihm das Schicksal an diesem Tag noch kein eigenes Saisontor vergönnen wollte, war seine Rückkehr in den aktiven Spielbetrieb für die gesamte Mannschaft ein wichtiges Signal. Am Ende leuchtete ein 30:28-Auswärtssieg von der Anzeige. MEISTER! Drei Spieltage vor Schluss!

 

Blick nach vorn: Tradition trifft Zukunft

Die Meisterschaft wurde gebührend in den heiligen Hallen der Olaf-Mann-Arena gefeiert – bis tief in den Sonntag hinein. Auch wenn noch drei Spiele anstehen, läuft die Planung für die Saison 2026/2027 bereits auf Hochtouren.

Das Ziel ist klar: Die Integration der Jugendspieler. Die „Dritte“ soll für die Talente nur eine kurze, lehrreiche Zwischenstation sein, um sie für höhere Aufgaben im Männerbereich zu stählen. Bis dahin genießen die alten Recken erst einmal den Platz an der Sonne. #NUR DIE TSG

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